Suchtprävention

„Macht etwas aus dem Leben“ - SchülerInnen des Goethe-Gymnasiums Ludwigslust werden die Auswirkungen von Süchten hautnah geschildert

„Wir wollen euch auf das Leben vorbereiten“, sagt Frau Stein, unsere Schulsozialarbeiterin.

Sie hatte bereits zum achten  Mal Patienten und einen Therapeuten aus der Suchtklinik Tessin und Frank Plamp, einen ehemaligen Strafgefangenen eingeladen.

Dieses Projekt, welches in jedem Jahr in den 9. Klassen läuft, erfährt mit dieser Veranstaltung seinen Höhepunkt.

„Ich habe unter anderem wegen Körperverletzung, Raub und Diebstahl im Gefängnis gesessen. Ich war ein Idiot“, sagt Frank Plamp und schaut den SchülerInnen direkt ins Gesicht. Auch Christina Brandt,  Philipp Völter  und ein dritter Betroffener berichten aus ihrem Leben, in dem sie früher aufgrund von Drogen-und Alkoholkonsum die Kontrolle über sich verloren hatten. Die Gründe für ihre Drogenvergangenheit erzählen die Drei den Jugendlichen bei ihrem Projekt zum Thema Sucht.

Zusammen mit Olaf Saretzki, Therapeut in der Klinik, stellten sich die Drei anschließend den vielen Fragen der Neuntklässler: Haben ihre Eltern nicht eingegriffen?  Hatten Sie Angst durch die Drogen zu sterben? Wird man bei einem Rückfall aus der Klinik geworfen?

Viele Antworten waren so krass, dass viele Jugendliche sehr emotional reagierten und man sogar Tränen in ihren Augen sah.

Frau Stein betonte zum Abschluss, dass die Schule uns die Möglichkeit gibt, diese Menschen mit ihren Schicksalen, Ängsten und Träumen kennenzulernen. Was wir aber persönlich mit den Schilderungen und Informationen machen, kann nur jeder für sich selbst entscheiden.

                                                              Presseclub des Goethe-Gymnasiums Ludwigslust