Suchtprävention

Suchtpräventionsveranstaltung in den neunten Klassen

"Ich komme immer wieder her, so lange ich denke dass es Sinn macht und es so gute Resonanz gibt. ", sagt Frank Plamp, wenn man ihn fragt, warum er jedes Jahr zu uns an die Schule kommt, um über seine Vergangenheit zu reden.

Zusammen mit Olaf Saretzki, einem Mitarbeiter der Entzugsklinik Schloss Tessin, und zwei Patienten der Klinik, Alexander Weber und Alexander Diezel, kam er so auch am  22.März 2018   wieder zu uns, um mit den neunten Klassen eine Präventationsveranstaltung zum Thema Drogen durchzuführen.

Zwei Unterrichtsblöcke lang erzählten die Männer von ihrer Vergangenheit und ihren Erfahrungen mit Drogen. "Mein normales Leben hat keinen Sinn mehr gemacht.", erzählt Alexander Weber zum Beispiel, und dass er nicht mehr zur Arbeit gehen konnte, da sein Alltag so von den Drogen dominiert wurde. Schon in seinem neunten Lebensjahr hatte er angefangen, regelmäßig Drogen zu konsumieren. Nun befindet er sich in der Langzeittherapie im Schloss Tessin und auf dem Weg der Besserung. Doch so weit darf es eigentlich gar nicht erst kommen. "Deshalb sind wir hier.", erklärt Olaf Saretzki. "Neunzig Prozent unserer Patienten haben im Alter von 13 bis 16 Jahren begonnen, Drogen zu nehmen. Das liegt vor allem daran, dass sich Jugendliche in dem Alter beweisen wollen. Der Abhängigkeitsprozess tritt dann langsam und schleichend ein. Aber dadurch, dass wir an Schulen erzählen, was für einen Effekt Drogen eigentlich haben und welche Erfahrungen wir damit gemacht haben, können die Schüler viel besser einschätzen, was sie ihrem Körper mit Drogen antun und halten sich eher fern davon."

Frauke vom Schule-ohne-Rassismus-Team war bei der Veranstaltung auch dabei und ist überzeugt von der präventiven Wirkung. "Wenn man das hört, dann denkt man sofort: Das will ich nicht machen und so möchte ich nicht werden." Frauke war, genau wie die anderen Neuntklässler, total begeistert davon, wie offen unsere Gäste über ihre Vergangenheit geredet haben und auch darüber, dass sie nichts ausgelassen und zu ihren Fehlern gestanden haben.

"Ich finde es toll, dass  Herr Plamp  immer wieder betont hat, dass er so etwas nie wieder machen würde. Super, dass wir solche Veranstaltungen an unserer Schule haben!"